Die Welt zu Gast in Bitterfeld

"JUMP kommt!", hieß es am 4. Mai in unserer Schule. Von neun bis dreizehn Uhr sendete JUMP live von unserem Gymnasium, verschenkte haufenweise CDs und brachte Musik und gute Laune mit. Unterricht war an diesem Tag ein no-go. Denn alle Klassen und verschiedene AGs hatten ihre eigenen kleinen Projekte für den Europatag organisiert und mittendrin die Zecke Redaktion.

Der Europatag startete um halb neun, der Startschuss wurde von JUMP gegeben. Danach durfte jeder zu seinen Projekten. Neben einem Soccer-Turnier, von dem allerdings nur sehr wenige Klassen vorher wussten und somit die Spielbeteiligung eher gering war, fanden noch zahlreiche andere Projekte statt, unter anderem durfte man sich am blau gelben Europabus mithilfe eines Rätsels über Europa weiterbilden. Da kamen zum Beispiel dann Fragen wie: "Welche Stadt wird mit einem pinkelnden Jungen in Verbindung gebracht." Also ehrlich, wer weiß das nicht?

In der Turnhalle wurde unterdessen eifrig getanzt und später Luftballons mit Helium gefüllt, denn an jeden dieser Ballons sollte ein Brief befestigt werden. Später wurde diese auf dem Schulhof feierlich dem regenreichen Himmel übergeben. Sofern jemals ein Brief irgendwo gelandet sein sollte, nicht wegschmeißen! Es könnte einer von unseren sein. Die 9.Klassen hingegen spielten das "Europaspiel". Es war an die Ausschüsse im Bundestag angelehnt. Verschiedene Gruppen bekamen ein Thema, welches sie durchsetzen mussten, später wurde darüber diskutiert. Die Gruppe, die ihr Thema durchsetzen konnte, hatte gewonnen. Mithilfe dieses Spiels sollte den Schülern Politik anhand von aktuellen Themen näher gebracht werden. Es gab noch viele weitere Projekte, die sich unter anderem um unsere Partnerschule in Kenia, unsere Umwelt und die Persönlichkeitsentwicklung in Europa drehten. Wir bekamen hohen Besuch: die Oberbürgermeisterin von Bitterfeld Frau Wust,Uwe Schulze, den Landrat vom Landkreis Anhalt-Bitterfeld, und den Landtagsabgeordneten Lars Jörn Zimmer, der eine Schülergruppe schon im Februar kennen lernen durfte.

Er berichtete über Themen, die ganz speziell Sachsen-Anhalt betreffen. Zum Beispiel zeigte er uns die berühmte Werbung, die vor einiger Zeit ständig in Kinos gezeigt wurde:

"Das alles hier, das sind wir...". Was das mit Europa zu tun hat? Nun, in diese Werbung und viele andere Dinge hier in Sachsen-Anhalt und vor allem in Bitterfeld sind europäische Gelder geflossen. Unter anderem die Seebrücke zum Pegelturm, die Bitterfelder Wasserfront und die die hässliche Solar Valley, die einem sofort ins Auge sticht, wenn man die Leipziger Straße in Richtung Sandersdorf fährt. Auch berichtete er uns von Transromanica, einem Tourismusverbund, bei dem er Vorsitzender ist. Ziel dieses Vereins ist es die Kultur des romanischen Erbes zu fördern und zu erhalten, viele Länder und Landstriche machen bei diesem Projekt bereits mit, unter anderem Kärnten, Serbien und Slowenien.

Später besuchten uns Down Below eine Dark Rock Band aus Dessau-Roßlau, die gerade mit Unheilig auf Tour gehen und uns mit Acoustic Gitarre und scheinbar improvisiertem Schlagzeug ihr neues Album "Wildes Herz" vorstellten, mit den Schülern redeten und gern Autogramme gaben. Der Tag endete mit der Siegerehrung vom Soccer-Turnier und der des Rätsels.