Die Entwicklungsgeschichte der Schule

Bereich A (Haus 4)

Die Geschichte von Bereich A (Haus 4)

Am Europagymnasium Walther – Rathenau wurde ein Konzept zur Verbesserung der Raumsituation und zur energetischen Sanierung der Gebäude erstellt. Das Vorhaben war zum einen die energetische Sanierung des Gymnasiums durch die Umstellung der Heizung und den Bau eines Blockheizkraftwerkes im Keller des Bereiches B (früher Haus 1) und die Teilverfüllung der Keller in den Bereichen B und D. Zum anderen sollte ein Ersatzneubau zwischen den ehemaligen Häusern 1 und 2 gebaut werden. Dieser sollte fünf neue Fachräume mit modernster Technik, einen Mehrzweckraum/Mensa, Vorbereitungsräume, eine Bibliothek mit Schülerarbeitsbereich, Kursräume, einen Küchen – und Kioskbereich, Technikräume und einen Bühnenbereich, den Eingangsbereich an der Saarstraße, ein zentrales Lehrerzimmer, den behindertengerechten Ausbau (Fahrstuhl) und zweite Fluchtwege für den Bereich B beinhaltet. 

Im Herbst 2011 erfolgte dazu eine Beratung des Fördervereins, des Schulelternrates, des Bauamts und der Schulleitung zur Verbesserung der Raumsituation (Mehrzweckraum, Mensa,…). Am 26.03.2012 besuchte der Kultusminister Herr Dorgerloh, auf Initiative des MdL Zimmer, das Gymnasium. Daraufhin wurde Anfang 2013 das Konzept in das Programm STARK III (Liste der förderwürdigen Programme) aufgenommen. Als erste Maßnahme wurden dann im Februar 2013 die Bäume an der Saarstraße gefällt. Leider wurde das Projekt im August 2013 aus STARK III herausgenommen. Doch auf Initiative des Landkreises, des MdL Zimmer, des Schulelternrates und des Fördervereins wurde das Projekt im Dezember 2013 in Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium weitergeführt. Am 18.02.2014 wurde der Fördermittelbescheid durch Herrn Staatssekretär Richter und dem Präsidenten der Landesinvestitionsbank an den Landkreis Anhalt – Bitterfeld übergeben. Daraufhin erfolgte am 22.05.2014 der erste Spatenstich und am 16.07.2014 die Grundsteinlegung. Danach wurden ausführliche Baumaßnahmen bei laufendem Schulbetrieb vom Sommer 2014 bis zum Sommer/Herbst 2015 durchgeführt. Am 26.10.2015 wurde dann der Ersatzneubau feierlich übergeben.

Bereich B (Haus 1)

Die Geschichte von Bereich B (Haus 1)

(Ph. Höhle, G.J. Rämisch)

Am 24. 05. 1929 erhielt der Architekt Johannes Reuter den Auftrag ein neues Gebäude für eine katholische Schule der Stadt Bitterfeld zu errichten. Der Baubeginn war am 21. 10. 1930. Bitterfeld unterstützte den Bau mit 370.000 Reichsmark, welche jedoch für die Fertigstellung nicht ausreichten. Die I.G. Farben erklärte sich bereit, einen Kredit für die Fertigstellung der Schule bereitzustellen. Nach einigen Verzögerungen wurde der Bau am 22. 07. 1933 abgeschlossen. Am 01. 08. 1933 fand um 11 Uhr die Schlüsselübergabe und die Einweihung der katholischen Volksschule statt, in der nach Aufnahme des Schulbetriebes fünf Lehrer ca. 240 Schüler unterrichteten.

Am 01.04.1940 wurde die Katholische Volksschule aufgelöst, da ab 1938 alle katholischen Schulen in Deutschland schrittweise geschlossen und die Schüler staatlichen Schulen zugeordnet wurden. Mitte April 1945 stellten sämtliche Schulen der Stadt Bitterfeld den Unterricht vorübergehend ein. Nach einem halben Jahr nahmen die Schulen den Betrieb wieder auf.

Zu Beginn der fünfziger Jahre wurde die Trennung von Mädchen und Jungen in den Klassen der Oberschule aufgehoben. Die Schule am Ratswall nannte sich nun Oberschule I und die Schule in der Binnengärtenstraße Oberschule II. Die Schüler mussten am Ende der 10. Klasse die zentrale Prüfung der "Mittleren Reife" ablegen und am Ende der 12. Klasse die zentralen Abiturprüfungen. Neben ihrer schulischen Tätigkeit absolvierten die Schüler noch eine Berufsausbildung mit Facharbeiterabschluss. Später fiel jedoch die Berufsausbildung weg und an ihre Stelle trat das Fach "Wissenschaftlich-praktische Arbeit" (WPA).

1965 wurde mit dem Bau von zwei Pavillons mit insgesamt 8 Räumen für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht begonnen, da der Platz in Haus 1 (Bereich B) nicht mehr ausreichte.

1972 wurde der Schule der Name "Erweiterte Oberschule Ernst Thälmann" verliehen.

Anfang 1997 begann die Rekonstruktion des Hauses 1, welche im Januar 1998 abgeschlossen wurde. In die Sanierung des Hauptgebäudes des Gymnasiums wurden ungefähr 3,3 Millionen DM gesteckt. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten am Bereich B, ehemals Haus 1, entsprach das Haus wieder dem originalen Entwurf von Johannes Reuter. Außerdem steht das Haus 1 auf der Liste der denkmalgeschützten Gebäude, da es aus Bitterfelder Ziegeln gemauert wurde.

Heute wird Haus 1 in erster Linie von den Fächern Musik und Kunsterziehung genutzt.

Bereiche C und D (Haus 2)

Die Geschichte von Bereich C und D (Haus 2)

(Ph. Höhle, G.J. Rämisch)

Leider war es sehr schwierig Originaldokumente aus der Bauzeit des Hauses 2 (Bereiche C und D) zu finden. Weder im Stadtarchiv noch im Kreismuseum Bitterfeld existierten belegbare zeitgenössische Dokumente.
Auch nach sorgfältiger Recherche in der damaligen Tageszeitung "Freiheit" aus den Jahren 1950 bis 1953 gab es keine Anhaltspunkte.

Die Aussagen stützen sich auf folgende Informationen:
1. Archivmaterial aus den Jahren 1938, 1939, 1940
2. Mündliche Mitteilungen des Kreisbauamtes Bitterfeld
3. Exploration mit der damaligen Lehrerin Frau Köck.

Das Bauvorhaben wurde von der Stadt Bitterfeld 1938 in Auftrag gegeben, ausgeschrieben als Berufsschule mit Klassen-, Werk- und Lehrmittelräumen in Bitterfeld.
Die Dringlichkeit des Projektes wurde unterstrichen und darum gebeten, noch im selben Jahr mit der Bauausführung zu beginnen.

 

geplante Gesamtkosten: 1.270.000,00 Reichsmark
Voraussichtliche Ausführungszeit: 1. Oktober 1938 bis 1. Juli 1940

 

 

 

Der Raumbedarf wurde mit 30 Klassenräumen angegeben.
Der Bau konnte aufgrund des Zweiten Weltkrieges jedoch nicht beginnen.

Die Grundsteinlegung für die Berufsschule erfolgte schließlich im Jahre 1950.

Der 1. Direktor dieser Berufsschule wurde Herr Dähnhardt, der vorher an der Handelsschule tätig war.

Für die Errichtung wurden ca. 2 Jahre benötigt (1951 bis 1952).
Auf den Keller wurde zuerst aus Kostengründen verzichtet.

Geheizt wurde ersatzweise mit einer Dampflokomotive bis zur Fertigstellung des 2. Bauabschnittes 1952/53, der ebenfalls den Bau eines Brennstoffbunkers und Heizungskellers beinhaltete.

1992 zog die Berufsschule aus und die Gebäude wurden dem Gymnasium Bitterfeld angegliedert, welches aufgrund der hohen Schülerzahlen dringend Unterrichtsräume benötigte.

Bereich E (Haus 3)

Die Geschichte von Bereich E (Haus 3)

(Ute Winkler)

Am 29. September 1993 wurde der Grundstein zu einem Erweiterungsbau des Bitterfelder Gymnasiums durch den damaligen Kultusminister Sobetzko und Landrat Thiel gelegt. Mit der Fertigstellung dieses mathematisch-naturwissenschaftlichen Traktes sollten sich die Bedingungen für alle Schüler und Lehrkräfte des Gymnasiums verbessern. Danach sollten sich die Pavillions, in denen bisher unterrichtet wurde, abgerissen werden. Für den Erweiterungsbau wurden 7 Mio. Mark investiert. Die Bauzeit für das 60m lange und 23m breite Bauwerk betrug ca. 1 Jahr.

Bevor die Gymnasiasten am 7. November 1994 erstmals den fertiggestellten Erweiterungsbau, das Haus 3 (Bereich E), nutzen konnten, waren Schüler und Lehrer emsig mit dem Einrichten der Fachkabinette beschäftigt. Landrat Tischer informierte sich über die Fertigstellung des Baus, der fünf Fachkabinette, sieben Klassenräume und einen Hörsaal beherbergt.

Ein gediegener und naturwissenschaftlichen Unterricht ist Herrn Ladwig, Direktor des Gymnasiums, wichtig. So betont er gegenüber der MZ: "Bitterfeld muss eine Industrieregion mit Chemie bleiben, und deshalb müssen wir hier auch für guten Nachwuchs sorgen." Trotzdem würden im Hörsaal auch Vorträge zu anderen Themen (Fremdsprachen, Geisteswissenschaften) gehalten werden.

Schulansichten (Fotos aufgenommen vor dem Bau von Bereich A)