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2018-04-15 bis 2018-04-20 - Studienreise nach Rom

(Artikel: Laura Hegemann)

Der 15. April, das war der Tag, auf den 6 Lehrer und 60 Schüler gewartet hatten. Denn am Abend eben dieses Sonntages sind wir von der Schule losgefahren. 20 Stunden Busfahrt hörten sich für jeden erstmal anstrengend an, doch mit ausreichend Pausen und sogar etwas Schlaf war es für mich persönlich eine recht angenehme Fahrt.
Wir erreichten also gegen Mittag am nächsten Tag das erste Ziel: Pisa, eine wunderschöne kleinere Stadt, deren Sehenswürdigkeit wohl bekannt sein dürfte - der Schiefe Turm, oder wie die Italiener sagen „Torre pendente“.
Nachdem wir alle erstmal die typischen Touristenbilder gemacht haben, hatten wir dort auch die Möglichkeit, etwas zu essen.
Doch schon nach wenigen Stunden ging es weiter, nämlich zu unserem eigentlichen Ziel: Rom, die ewige Stadt. Die letzten Stunden Fahrt verflogen regelrecht und als wir endlich am Montagabend in Rom ankamen, wurden auch schon die Bungalows mit je 3 Mann belegt. Das Erste, was mir dann in den Sinn kam, war - eine Dusche. Viele waren etwas enttäuscht vom Camp, denn die Bungalows sind, wie es beim Camping eigentlich zu erwarten wäre, ziemlich klein und nur zum Schlafen und Duschen geeignet. Doch die meisten haben sich recht schnell daran gewöhnt und freuten sich einfach nur auf den nächsten Tag.
Denn am Dienstagmorgen fuhr uns der Bus schon zur Metrostation EUR Palasport. Von dort aus ging es mit der Metro weiter bis zur Station Colosseo. Steigt man dort aus und geht raus, dann wird man mit einem atemberaubenden Bild überrascht: Das Kolosseum, Wahrzeichen der Stadt, steht direkt vor dieser Metrostation! Man kommt also raus und merkt sofort, wer von den Fahrgästen die Römer waren und wer die Touris. Die Touristen nämlich bleiben stehen und machen Bilder, während der Anblick für die Römer schon normal zu sein scheint.

Bildergalerie:

Jedenfalls hatten wir eine Führung durch das Kolosseum und durch Rom gebucht, die in zwei Gruppen durchgeführt wurden. Es war schon jetzt am Vormittag relativ warm, was man aber während der Führung durch das schattige Kolosseum kaum wahrnahm. Doch als es danach zum Palatinshügel, zum Circus Maximus und zum Forum Romanum ging, war man froh, wenn die Führerin einen schattigen Platz unter einem Baum zum Zuhören fand. Nebenbei bemerkt stehen in Rom sehr viele Pinien, die Schatten spenden und meiner Meinung nach das ohnehin schöne Stadtbild nochmals verschönern.
Am Mittwoch dann verließen wir sozusagen eine Weile Italien, denn wir besuchten den Vatikan. Das ist ein eigener Kirchenstaat und somit „ein anderes Land“. Wir waren für eine Papstaudienz angemeldet, also eine Veranstaltung, zu der vor allem viele Christen aus verschiedenen Regionen kommen. Da diese alle unterschiedliche Sprachen sprechen, werden auch die Worte des Papstes auf unterschiedlichen Sprachen wiederholt, auch auf Deutsch. Das war natürlich sehr vorteilhaft, da die meisten von uns sonst kaum etwas verstanden hätten. Auch für Nicht-Gläubige ist eine solche Veranstaltung etwas Besonderes, zumindest habe ich es so empfunden.
Danach besuchten wir die Vatikanischen Museen.Trotz Buchung stand leider kein Führer zur Verfügung, auch das kann passieren. Aber natürlich fand man schnell eine Lösung: 2 unserer Lehrer, die sich dort schon auskannten, übernahmen das Mikrofon und führten uns durch die unendlich vielen Räume, Außenanlagen, durch die Sixtinische Kapelle und entließen uns dann letztendlich zur selbstständigen Erkundung in den Petersdom. All das war ziemlich beeindruckend und kaum in Worte zu fassen, man muss es selbst erleben.

Am nächsten Morgen dann, der letzte in Rom, ging es mit der Vorstadtbahn Richtung Ostia Antica, in die antike Hafenstadt Roms. Dort hatten wir auch eine Führung gebucht, diesmal haben wir sie auch bekommen. Und sie war wirklich gut, nicht langweilig, wie man vielleicht befürchtet hatte. Die leblosen Ruinen wurden auf einmal interessant und die Fantasie ließ den Alltag in den Straßen erscheinen. Wir sahen z.B. öffentliche Toiletten, eine Art antikes Restaurant und einen Friedhof.  Das Wetter war, wie an den anderen Tagen auch, sehr schön, trotz dass Regen und Gewitter angesagt worden waren.
Als wir dann zurück nach Rom fuhren, stand noch die Engelsburg zwischen den Schülern und deren Freizeit. Doch die ist es auch wert zu warten: Nachdem man langen Gängen nach oben gefolgt ist, hat man einen atemberaubenden Blick auf ganz Rom. Es gibt kaum etwas Schöneres am letzten Nachmittag in Rom zu sehen. Das war wie der krönende Abschluss der Reise.
In der verbleibenden Zeit konnten wir dann machen, was wir wollten. Man konnte also z.B. shoppen gehen, ein letztes Eis genießen oder Besorgungen für die bevorstehende Rückfahrt erledigen. Am frühen Abend trafen wir uns dann alle an der Spanischen Treppe und fuhren ein letztes Mal mit der Metro zu unserem Reisebus.
Aufgrund dessen, dass alle vom Tag erschöpft waren, war es leichter im Bus zu schlafen als auf der Hinfahrt. Die Fahrt verging meiner Meinung nach ziemlich schnell und schon am frühen Freitagnachmittag erreichten wir Bitterfeld. Die meisten waren dann doch froh, wieder zu Hause zu sein, es gab ja schließlich viel zu erzählen. Jeder hat die italienische Kultur anders erlebt und jeder hatte andere persönliche Eindrücke von Pisa, Ostia und natürlich von Rom gesammelt. Doch ich denke, jeder kann sagen, dass die Studienfahrt nach Rom größtenteils positive Erfahrungen gebracht hat. Und wer weiß, vielleicht verschlägt es den einen oder anderen nochmal zurück in die ewige Stadt?

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