Merry Christmas everyone

Merry Christmas everyone!

Ich gebe es ganz offen zu: Ich habe ein kleines Problem was Männern angeht. Oder besser gesagt, sie haben ein kleines Problem mit mir. Oder besser zwei. Sagen wir einfach, meine Körbchengröße stand ganz vorne im Alphabet. Bevor einer auf die Idee kommt, zu fragen, nein, ich leide deswegen nicht an Minderwertigkeitskomplexe, auch wenn sich das der ein oder anderer gar nicht vorstellen kann. Wisst ihr, die Evolution hat dafür gesorgt, dass Mann und Frau sich nicht nur anhand ihrer Oberweite unterscheiden. Nein verdammt, ich bin nicht verbiestert!!!! Um zum Punkt zu kommen: Es waren genau noch drei Tage bis heilig Abend. Drei Tage, in denen Menschenmassen sich um die letzten Geschenke in den Geschäften prügelten und auf den Straßen ein Ausnahmezustand herrschte, den man sonst nur von Terroranschlägen oder gewalttätigen Demonstrationen kannte. Soviel zum Fest der Liebe, Ha.

Ich stand gelangweilt neben meiner Mutter, die ihre Nase an einem Schaufenster Breitdrückte, anstatt auf die Idee zu kommen, den Laden zu betreten. Anderseits tobte an der Kasse ein Kleinkrieg. Also doch besser draußen Warten. "Das ist doch niedlich", sagte meine Mutter und zeigte mit dem Finger auf ein goldenes Herz, das fröhlich an einer Kette baumelte. Ich dagegen Starrte auf das Preisschild, das ebenso fröhlich am Herz baumelte. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass das Wort unerschwinglich noch geschmeichelt war. Noch dazu hasste ich Herzchen. Das erinnerte mich viel zu sehr an meine gescheiterten Beziehungen, insgesamt drei Stück und jedes Mal wurde der männliche Part von einem Primaten besetzt. Ich schüttelte frustriert den Kopf und wandte mich von dem Schaufenster ab. Weihnachten war ja so deprimierend! An jeder Ecke wurde man daran erinnert, wie erbärmlich es war, Single zu sein.

 


Das Ende der Geschichte erfahrt ihr in der neuen Weihnachts-Zecke im Dezember.